Geschichte

Um heilpädagogische Arbeit mit hilfebedürftigen Kindern in einer zukünftigen, anthroposophisch orientierten, heilpädagogischen Schule in Dresden zu etablieren, wurde der Verein „Dresdner Initiative anthroposophische Heilpädagogik e.V.“ im Jahr 1990 gegründet. Der Schulbetrieb wurde erstmals 1991 auf der Stauffenbergallee in Dresden aufgenommen und ab 1995 in der „Heilpädagogischen Schule Bonnewitz“ fortgeführt.

Mit dem Grundgedanken, die heilpädagogische Arbeit auf anthroposophischer Basis auch nach der Schulzeit weiterzuführen, befasste sich seit 1996 eine Lehrer-/Elterninitiative mit dem Konzept einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für erwachsene Menschen mit und ohne Hilfebedarf. Aus dem Bestreben dieser Initiative entstand das Projekt „Dorfgemeinschaft Dittersbach“, eines gemeinsamen Lebens- und Arbeitsraumes mit 60 Werkstatt- und 64 Wohnheimplätzen in der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Um bis zur Fertigstellung des Vorhabens den Werkstattbetrieb aufnehmen zu können, wurden für die ersten jungen Erwachsenen Räumlichkeiten vor Ort angemietet.

Die zunehmende Vielfalt und die Vergrößerung der vom Verein „Dresdner Initiative Anthroposophische Heilpädagogik e.V.“ getragenen Einrichtungen erforderte ihre Neugliederung und Überführung in geeignete Rechtsträgerschaften. Somit wurde am 05.10.2000 die „Dorfgemeinschaft Dittersbach gGmbH“ gegründet, welche am 01.01.2002 die Rechtsträgerschaft für die im Aufbau befindliche Werkstatt übernahm.

Aufgrund nicht bewilligter Fördermittel scheiterte das Projekt „Dittersbach“. Wegen der dennoch rasch wachsenden Nachfrage war die Dorfgemeinschaft Dittersbach gGmbH angehalten, ihr Angebot an Lebens­räumen zur sozialen und beruflichen Integration erwachsener Menschen in den folgenden Jahren an nachstehenden Standorten zu realisieren:

2002  Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen „Ottihof“, Graupa
2003 Umzug der Werkstatt aus Dittersbach in zweckmäßigere Räumlichkeiten in Dresden OT Eschdorf;
  Inbetriebnahme der Werkstatt für behinderte Menschen „Schumannhof“, Eschdorf
2006  Außenwohngruppe „Reginenhof“, Graupa
2009  Außenwohngruppe „Pirna“
2010 Erweiterungsneubau am Standort des „Ottihof“, Graupa
2010 ausgelagerte Arbeitsplätze bei G. S. Stolpen GmbH & Co. KG
2012 temporär ausgelagerter Arbeitsplatz im Erlebnisbad Rathewalde
2012 WfbM-Außenstelle „Grüner Weg“, Graupa
2016 Inbetriebnahme des „Produktwerk Graupa“ 
  Schließung der Standorte Eschdorf („Schumannhof“) und Graupa („Grüner Weg“)
  Mit dem Produktwerk Graupa in unmittelbarer Nähe zu den trägereigenen Wohnstätten wurden nach über 15 Jahren die Lebensbereiche Wohnen und Arbeiten an einem Ort zusammengeführt.
2018 Umbenennung der Trägergesellschaft in "Dorfgemeinschaft Graupa gGmbH"